Masterplan Freiraum muss Grundlage des FNP werden

In der letzten Sitzung des Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss wurde der aktualisierte Masterplan Freiraum als Grundlage für den neuen Flächennutzungsplan beschlossen. In diesem wird die Stadt Brühl in drei Korridore eingeteilt. Im Westen befindet sich der Korridor des Ville-Walds, im Zentrum der Siedlungskorridor und im Osten der kulturlandschaftliche Korridor.
Auf Basis von überörtlichen Planungsvorgaben wird im Masterplan Freiraum ein Rahmenkonzept zum Erhalt möglichst vieler wertvoller Freiflächen in der Raumplanung entworfen. Dieses sieht sogenannte grüne Finger und Oasen sowie blaue Bänder im gesamten Stadtgebiet vor. Gärten, Waldflächen oder Reste landwirtschaftlicher Nutzung sowie Bäche und Wasserflächen haben dabei folgende wichtige Funktionen:

  • Biotopsicherung, -ausbau und -vernetzung
  • Verbindung der Freizeit und Erholung zwischen innen und außen
  • Kaltluftbildung / -abfluss in die Siedlungslage
  • Erhalt des abwechslungsreich entstandenen und prägenden Ortsrandes/-bildes
  • Wohlfahrtswirkung für die Bevölkerung
Ungeachtet dessen schreitet der Ausweis neuer Wohnflächen und damit die Bebauung von immer mehr freier Flächen voran. Diese Widersprüchlichkeit zeigt sich insbesondere darin, dass Rot-Grün einerseits nun den Versiegelungsgrad der Stadt Brühl über ein externes Gutachten ermitteln lässt und andererseits gegen den Willen der Dorfgemeinschaft für die immense Neubebauung in Schwadorf stimmt.
Einmal mehr zeigt sich wie unseriös und unglaubwürdig die rot-grüne Umweltpolitik ist. Zum Erhalt des Brühler Freizeit- und Erholungswerts sowie des Siedlungscharakters hoffen wir dennoch, dass der Masterplan Freiraum auch tatsächlich ausreichend Berücksichtigung in der kommenden Neuaufstellung des Brühler Flächennutzungsplans findet.

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